neuer Datenskandal – jetzt auch im Web
May 24th, 2009 | by admin |by co-author
Armin Riemer
Viele in Deutschland kennen das Social-Music-Network Last.fm. Nun macht der Mutterkonzern von Last.fm der US-Medienkonzern CBS Schlagzeilen. Der US-Medienkonzern soll Nutzerdaten von Last.fm an die amerikanische Musikindustrie ausgehändigt haben.
Es läuft einfach nicht rund - Im Laufe des Jahresanfangs musste man für User außerhalb der drei Kernmärkte USA, Großbritannien und Deutschland die kostenlose Kernfunktion der Radiostreams entfernen. Dann tauchten auch noch News auf, dass Last.fm sensible Nutzerdaten an die Musikindustrie ausgehändigt habe. Keine sehr gute Basis für das Vertrauen der Kunden / User.
Dies war der Stand der erhobenen Vorwürfe im Februar, die auf TechCrunch veröffentlicht wurden. Jetzt dreht sich das Blatt ein wenig. In einem aktuellen Artikel beschreibt Tech-Blogger Michael Arrington den neuen Hergang der Geschichte. Dort wird ausgeführt, wie es zu den Vorwürfen gegen Last.fm kam und wie diese von dem Musikdienst und dessen US-Mutterkonzern CBS dementiert wurden. Damals sah alles danach aus, als hätte sich das Blog auf eine fehlerhafte Insider-Information verlassen und eine Falschmeldung veröffentlicht.
Aber man lies sich nicht beirren und so recherchierte man bei TechCrunch weiter. Es kam zu neue Informanten und einer Konkretisierung der Vorwürfe: Demnach war es nicht das Start-up Last.fm, das Daten zu den Hörgewohnheiten von Mitgliedern des Musikdienstes inklusive IP-Adressen an den amerikanischen Verband der Musikindustrie (RIAA) herausgegeben hat, sondern CBS selbst.
Also sieht man mal wieder, wie sicher und vertrauenswürdig mit meinen Daten und denen tausend weiterer User umgegangen wird. Man mutiert sowieso schon zum gläsernen Menschen. Überall werden für die unterschiedlichen Industrien Millionen schwere Informationen der User veröffentlich. Eigentlich meint man, dass die gesetzlichen Regelungen ausreichen sollten, aber man wird in der jüngeren Vergangenheit immer wieder eines besseren belehrt. Ich habe auch aus meiner Erfahrung das Gefühl, dass das Thema Datenschutz eher stiefmütterlich in den Unternehmen behandelt wird. Den Posten bekommt noch einer aufbrummt, der im Zweifel keine Ahnung davon hat. Aber das ist mein subjektiver Eindruck. Ähnlicher Meinung ist man bei cssommer.de. Mehr Infos hier!










