Twitter – Vermarktungsvorbereitungen?

March 24th, 2009 | by Main-Blog |

Fortlaufend wird ja gemunkelt, spekuliert, analysiert. Wie kann Twitter jemals seinen Traffic monetarisieren. Mal sind bezahlte Premiumaccounts im Gespräch, mal (eher witzig gemeint), verschiedene Konten (nach Vogelarten benannt), die ein mehr oder weniger unterschiedliches Leistungsspektrum bieten.



Was mir selbst bisher in jeder Diskussion gefehlt hat, war die Überlegung, ganz schlicht und einfach schnöde, langweilige Werbebanner auf den eigenen Seiten zu starten bzw. den Entwicklern von Twitter-Aps anzubieten, ihre eigenen Tools auf Twitter anzubieten und dann einen Share abzugreifen. Ich konnte nie begreifen, wieso das nicht eher ins Gespräch kam. Zum einen verfügt Twitter über ein rasant steigendes Trafficvolumen. Zum anderen – viel, viel wichtiger, verfügt Twitter über eine für die Werbeindustrie hochinteressante Nutzerschaft. Seht Euch doch selbst mal in der eigenen Twitter-Gemeinde um, wer nutzt es? Extrem webaffine Menschen, die sich intensiv mit dem Medium beschäftigen, überdurchschnittlich gebildet sind, zumeist über ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Einkommen beziehen. Wenn nicht da werben, wo dann. Selbst Youtube ist – mangels Alternativen – irgendwann auf den oridinären Bannerschaltzug aufgesprungen. Warum nicht. Denn Twitter kommt auch zugute, dass die Nutzerschaft mit Onine-Werbung groß geworden ist, wahrscheinlich auch vielmals davon selbst lebt.

Sicher, die Einnahmen werden nicht komplett den Betrieb von Twitter abdecken, noch weniger die Investoren zufrieden stellen. Aber es ist ein ersten – und sehr, sehr einfacher – Weg einer beginnenden Monetarisierung. Alle weiteren Überlegungen, über Premium-Accounts, Firmen-Accounts, spezielle Services etc. können dann später wachsen, sich substantiel entwickeln.

Anscheindend sieht das Twitter selbst nun auch so, denn seit kurzem erscheint auf der rechten Seite ein kleines Fenster, was spezielle Twitter-Apps anpreist. Glaubt man den Entwicklern der Applikationen, müssen diese keinen Share an Twitter zahlen. Aber ich denke, dies wird ein einfacher erster Feldversuch sein, um die Akzeptanz von Werbebannern auf der eigenen Seite anzutesten. Oder?

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