Finanzmarktkrise und kein Ende

April 22nd, 2008 | by Main-Blog |

Grad läuft’s über die Ticker, nun hat es auch die Düsseldorfer Hyp erwischt. Die FTD schreibt gerade online:

“Die Düsseldorfer Hypothekenbank wird vorübergehend auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken übertragen. Der Gewinn 2007 sei aufgezehrt, teilte der Verband mit.”

Na klar, der Chef sagt, dass von einer Schieflage keine Rede sein kann, da die Bank schwarze Zahlen schreibt. Das haben wir doch auch schon bei der SachsenLB gehört, und plötzlich war Schluss. Und wieder muss am Ende vermutlich der Steuerzahler herhalten, weil sich die Herren Manager gnadenlos verzocken bzw. an Produkte ran wagen, die sie nicht verstehen.

Auch international geht’s weiter rund. Die Royal Bank of Scotland hat heute die größte Kapitalerhöhung der europäischen Geschichte angekündigt, satte 15 Milliarden Euro, bedingt auch durch milliardenschwere Abschreibungen.

Außerdem hat gestern die Bank of America einen Gewinneinbruch um 77 Prozent gemeldet, Schuld hier ebenfalls die Finanzmarktkrise, d.h. die Nachwehen der Hypothekenkrise.

Zur Erinnerung: Bear Stearns ging schon zum Schleuderpreis an JP Morgan Chase, auch Lehmann hat mit massiven Problemen zu kämpfen. Hierzulande hat es bisher die IKB, die SachsenLB und die Hypo Real Estate und die BayernLB schon richtig erwischt.

Angaben zu den Gesamtauswirkungen der Finanzmarktkrise schwanken aktuell zwischen 500 Milliarden Dollar und 2.500 Milliarden Dollar (ich schenk mir jetzt hier die Darstellung als absolute Zahl mit den vielen Nullen).

Hier kann und muss ich dann StoiBär zustimmen, wenn er fragt, was 500 Millionen Dollar Nothilfe für Hungerde tatsächlich wert sind angesichts solcher Zahlendimensionen…

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  1. 2 Responses to “Finanzmarktkrise und kein Ende”

  2. By Marc on Sep 30, 2008 | Reply

    Die gierigen Banker sollten mit Ihrem persönlichen Vermögen haften müssen – dann würde es solche Krisen nie geben!

  3. By admin on Sep 30, 2008 | Reply

    Ja, Haftung für Manager, das wäre mal was. In Deutschland wurde das ja schon mehrfach versucht, umzusetzten. Aber hey, in Amiland ist ein ehemaliger Top-Investmentbanker Finanzminister. Und eine Fliege beißt der anderen bekanntlich kein Auge aus ;-)

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