Interessantes Thema – Blogger-Burn-Out
April 7th, 2008 | by Main-Blog |Der Robert betitelt heuten einen Beitrag “die Blog-Hamster” und meint damit Blogger, die an ihrer Bloggerei per Herzinfarkt gestorben sind (bzw. er verweist auf einen entsprechenden Bericht der NY Times).
Diesen Artikel der NY Times hab ich mir grad mal reingezogen. Ich bin zwar so ein wenig auf dem Laufenden, was mit Blogs verdient wird/werden kann, aber war mir über das tatsächliche Ausmaß – insbesondere in den USA – nicht so ganz bewusst.
Wenn von:
“surely several thousand and maybe even tens of thousands”
von Bloggern berichtet wird, die ausschließlich mit dem Bloggen Geld verdienen, halte ich das für eine ernstzunehmende Größe, die mich schon überrascht. Insbesondere, da an anderer Stelle von bis zu 70.000 Dollar p.a. Einnahmen berichtet wird und es sich zumeist nicht um die Blogbetreiber selbst handelt. Sondern werden diese “Schreiber” vielmehr nach Blogbeiträgen abgerechnet, was hier wohl den eigentlichen Herzinfakt verursacht. An anderer Stelle ist dann von den Einnahmen die Rede:
“those on the lower rungs of the business can earn as little as $10 a post, and in some cases are paid on a sliding bonus scale that rewards success with a demand for even more work”
10 Dollar pro Beitrag bei 70.000 Dollar Jahreseinkommen. Mal grob runterrechnen:
- Ein normaler Mensch hat so ca. 220 Arbeitstage. Aber hier ist ja von Herzinfarktkanditaten die Rede, sagen wir 300 Arbeitstage pro Jahr.
- 70.000 Dollar p.a. bezogen auf 300 Arbeitstage ergibt einen Tagessalär von ca. 230 Dollar
- 230 Dollar Tagessalär erfordern demnach vom Durchschnitts-10-Dollar-pro-Artikel-Blogger 23 Beiträge am Tag!
23 (in Worten dreiundzwanzig) Beiträge pro Tag? Oh Mann, wann und vor allem über was wollen die das alles Schreiben. Was ist denn da mit der Qualität der Beiträge? Beißt sich hier nicht irgendwann die Katze in den Schwanz?
Je mehr Beiträge, desto schlechter die Qualität. Je schlechter die Qualität, desto weniger Kohle pro Beitrag. Je weniger Kohle desto mehr Beiträge notwenig. Upps, ich glaube, grad hab ich den Grund für den Herzinfarkt gefunden.










